|  |  |  |  |  |  |  |
| Deutscher Tierschutzbund Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. |
| Partner des Menschen: Heimtiere | | | Haustiere wie Hunde, Katzen oder Pferde können Partner des Menschen sein, wenn man mit ihnen verantwortungsvoll umgeht und ihre Bedürfnisse achtet. Doch oft werden Tiere aus einer Laune heraus, als modisches Beiwerk, Statussymbol oder Sportgegenstand gekauft. Mehr als 120.000 Katzen, 100.000 Hunde und 30.000 Kleintiere – viele davon ausgesetzt oder abgegeben, weil sie lästig wurden – nehmen die Tierheime, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, alljährlich auf. Wir setzen uns für eine tiergerechte Heimtierhaltung ein und beraten Tierfreunde, die ein Heimtier aufnehmen möchten. Tiere wild lebender Arten gehören in ihren natürlichen Lebensraum und nicht in ein Wohnzimmer. Exotische Vögel oder Reptilien zum Beispiel können im Privathaushalt nicht tiergerecht gehalten werden. Das gilt auch für deren Nachzuchten. | | | Welches Tier passt zu wem?Sicher haben Sie oder Ihre Kinder ein Lieblingstier, das Sie gerne bei sich aufnehmen würden. Vor der Anschaffung eines neuen Hausgenossen ist es wichtig, sich eingehend über seine Bedürfnisse zu informieren. Nur so können die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass sich das Tier in seinem neuen Heim wohl fühlt und Sie wirklich Freude an ihm haben. Größe und Aufbau der Wohnung spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Zeit, die regelmäßig für ein Tier aufgebracht werden muss. Hinzu kommt, dass nicht alle Tiere für Kinder geeignet sind. Tiere in der Landwirtschaft - nur 'Nutztiere'? | | | Ziel der Intensivhaltung von Tieren in der Landwirtschaft ist es, große Mengen an Fleisch, Milch und Eiern so preiswert wie möglich zu produzieren. Das geschieht meist auf Kosten der Tiere: Sie müssen Hochleistungen erbringen und die Masttiere in kurzer Zeit an Maximum an Gewicht zunehmen. Viele Tiere in der industrialisierten Landwirtschaft werden in Massen auf engstem Raum, meist ohne Einstreu und mitunter sogar ohne Tageslicht gehalten. Die Tiere können sich kaum bewegen. Ihre arteigenen Bedürfnisse werden ignoriert. Das führt häufig zu Agressionen der Tiere untereinander - sie verletzen sich gegenseitig. Statt die Haltung zu verbessern, manipuliert man die Tiere: Legehennen und Puten kürzt man die Schnäbel, Ferkeln die Zähne und Schwänze und Rindern entfernt man die Hörner. Die Tiere bekommen bei diesen schmerzhaften Eingriffen keine Betäubung. Das Tierschutzproblem bleibt ungelöst, denn die Eingriffe bekämpfen nur die Symptome, nicht die Ursachen. Der unnatürlichen Haltung folgt oft ein langer, qualvoller Transport über viele Stunden oder Tage - nicht selten quer durch ganz Europa und darüber hinaus - nur um am Schlachthof getötet zu werden. Ein rascher, schmerzloser Tod ist dort keineswegs sichergestellt. Diese Art der Tierhaltung und die endlos langen Schlachttiertransporte müssen umgehend abgeschafft werden. Unser Ziel ist eine artgerechte und umweltfreundliche Haltung, ein kurzer und schonender Transport zum nächstgelegenen Schlachthof sowie eine ruhiger, schonender Umgang mit den Tieren vor und während der Schlachtung. Vogelfütterung Was wird gefüttert? Sollte man Vögeln im Winter Wasser anbieten?
| | | Wenn im Herbst die Temperaturen fallen, stellen sich viele Tierfreunde die Frage, ob die bei uns überwinternden Vögel bei ihrer Futtersuche unterstützt werden müssen. Manche Experten plädieren sogar dafür, Vögel ganzjährig zu füttern. Hierzu gibt es unterschiedliche Argumente, die zu überprüfen und abzuwägen sind.
Die Gegner der Fütterung befürchten einen unkontrollierten Eingriff in den Ablauf der Natur, der den natürlichen Ausleseprozess verhindere. Kranke und schwache Tiere würden durch den Winter gebracht, obwohl die Natur dies nicht vorgesehen hätte. Außerdem würden nur solche Vogelarten unterstützt, die dies nicht nötig hätten, da ihr Bestand ohnehin nicht gefährdet sei. Seltenere Arten würden dabei noch weiter zurückgedrängt. Die Befürworter der Fütterung halten mit Recht dagegen, dass die Umweltbedingungen für unsere Vögel schon schlecht genug sind, so dass es auf den Schutz jedes einzelnen Tieres ankommt. Unmengen von Pestiziden, die sowohl von den Landwirten als auch von vielen Kleingärtnern versprüht werden, die Anzahl der Insekten und damit das Futterangebot für die Vögel vermindert. Überdies werden die giftigen Chemikalien in noch überlebenden Insekten gespeichert. Fressen die Vögel diese Insekten, so sammeln sich die Gifte im Fett der Vögel an. Wenn das Fett in eisigen Nächten, in denen kleinere Singvögel, wie zum Beispiel Meisen, bis zu zehn Prozent ihres Körpergewichtes verlieren, wieder abgebaut wird, gehen die Tiere unter Umständen an den freigesetzten Giften qualvoll zugrunde. | | | In Gebieten, in denen, beispielsweise infolge zunehmender Intensivierung der Landwirtschaft, die Nahrung knapp ist, finden die Vögel, so argumentieren die Befürworter der Ganzjahresfütterung, auch in der warmen Jahreszeit weniger Futter als früher. Wildkräuter, die Insekten anziehen, gehen immer stärker zurück. Perfektionierte Erntemaschinen sammeln auch das letzte Getreidekorn vom Acker. Um in solchen Arealen einem größeren Vogelbestand ein Auskommen zu sichern, sollte nicht nur im Winter, sondern auch im Frühling, Sommer und Herbst artgerechtes, hochwertiges Futter gereicht werden. Dadurch, dass Hecken und Sträucher abgeholzt wurden, vor allem im Dienste der „Flurbereinigung“, haben viele Vögel außerdem ihren Lebensraum verloren. Nicht nur in der freien Natur, auch in den Gärten wurden und werden immer noch Brutplätze und Versteckmöglichkeiten der Vögel zerstört, was den Bestand aller betroffenen Vogelarten bedroht und zum Teil erheblich reduziert. Angesichts dieser Umstände kann von einem „natürlichen Ausleseprozess“ durch einen harten Winter kaum noch gesprochen werden. Eine sachgemäße Fütterung, die auf die unterschiedlichen Vogelarten ausgerichtet ist, führt zu keiner Benachteiligung seltener Arten.
Aus tierschützerischer Sicht geht es darum, jedem einzelnen Tier - ob selten oder häufig vorkommend - den drohenden Hungertod zu ersparen und die Lebensbedingungen der einzelnen Arten zu verbessern. Wichtig ist dabei: Wenn gefüttert wird, muss dies unbedingt zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und mit geeignetem Futter geschehen. Unsachgemäße Fütterung schadet den Tieren mehr als gar keine Fütterung. | | | Was wird gefüttert?Das Futterangebot, das der Mensch bereitstellt, muss den unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Vogelarten gerecht werden. Tipps zum unterschiedlichen Futterbedarf und entsprechenden Fütterungsmöglichkeiten finden Sie in unserer Broschüre zur Vogelfütterung, die Sie über den unten stehenden Link herunterladen können.
Wasservögel, wie zum Beispiel Schwäne, Enten und Gänse finden in der Regel genügend Futter in der Natur. Sind Seen und Teiche zugefroren, hilft den Wasservögeln eine zusätzliche Fütterung. Geeignetes Winterfutter ist Getreide, Kleie und Hühnerfutter. Auch weiche Kartoffeln, Rübenstückchen, Eicheln und trockenes Brot können verfüttert werden. Gewürzte Speisereste jedoch sind absolut ungeeignet. | | Sollte man Vögeln im Winter Wasser anbieten?Im Winter sollte man - auch bei Frost - zusätzlich Schalen mit Trink- oder Badewasser anbieten. Da das ausgelegte Futter in der Regel sehr trocken ist, benötigen die Vögel viel Wasser und dies ist im Winter oft nur schwer erreichbar. Es besteht auch nicht die Gefahr, dass das Gefieder vereisen könne. Derartige Befürchtungen wurden durch wissenschaftliche Beobachtungen widerlegt. Igelschutz | | | Gefahr durch LaubsaugerTagsüber verstecken sich Igel im Herbst in Kompost- oder Reisighaufen, einer Böschung oder einer Hecke. Sie verlassen das Versteck nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen, um auf Nahrungssuche zu gehen. Lassen Sie daher aufgehäufte Gartenabfälle liegen. Sie sind oft ein ideales Winterquartier für die Tiere. Setzen Sie Gartengeräte nur vorsichtig ein. Vor allem die in den letzten Jahren immer beliebter gewordenen Laubsauger und -bläser können zu einer Gefahr für Igel werden: Kleinere Igel können eingesaugt und getötet werden. Außerdem entfernen die Geräte nicht nur Laub, sondern auch Insekten, Würmer und Weichtiere, die dem Igel als Nahrung dienen. Greifen Sie deshalb lieber zum Rechen oder zur Harke und lassen Sie Laubhaufen als Unterschlupf für Insekten und Igel liegen. Falls Sie Gartenabfälle doch entsorgen wollen, gehen Sie bitte vorsichtig vor. Schauen Sie erst nach, ob sich ein Igel darin niedergelassen hat. Ein gesunder Igel hat dann die Chance, zu flüchten und kann sich ein neues Quartier suchen. | | | Fachgerechte Betreuung beim TierschutzvereinIn den ersten Frosttagen wandern viele Igel noch im Freien umher. Oft nehmen Tierfreunde die scheinbar hilflosen Tiere auf. Der Deutsche Tierschutzbund warnt jedoch vor gutgemeinter, aber falschverstandener Tierliebe. Sollten Sie in den Herbsttagen einen Igel tagsüber sehen, beobachten Sie ihn zunächst aus sicherer Entfernung. Nicht immer braucht ein solches Tier Hilfe. Nur verwaiste Igelsäuglinge, verletzte oder kranke Igel sind wirklich hilfsbedürftig. Kranke oder verletzte Igel erkennt man sofort daran, dass sie am Tag herumliegen, mager sind und sich apathisch verhalten. Igel, die noch bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meist krank oder geschwächt. Oft sind es Jungtiere, die zu spät geboren wurden, um sich noch ein ausreichendes Winterfettpolster anzufressen. Igel, die im November noch deutlich unter 500 Gramm wiegen, haben ohne Zufütterung kaum eine Überlebenschance. Bei einem solchen geschwächten Igel gilt: Vorsichtig aufnehmen und zum Tierarzt bringen oder bei einem der Tierheime der Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes in Obhut geben. Dort gibt es Tipps für die weitere Behandlung und besonders für die Nahrungsauswahl. Denn falsche Ernährung kann das Todesurteil für einen Igel bedeuten. Das sicher gut gemeinte Schälchen warme Milch am Morgen kann dem Igel den Tod bringen. |
|
| | | Spendenkonto des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. Ostseesparkasse Rostock Kontonummer 205003575 BLZ 130 500 00 |
|
|
| | | | |
| | | | | | | | |
| | | |
| | | | |
|
 |
|  |
|  |  |  |
| | |  | |
|  |